Auskunfteien wie Schufa sind nicht immer fehlerfrei!
Seit Frühjahr dieses Jahres hat jeder Verbraucher das Recht, von der Schufa einmal im Jahr den eigenen Scoring
Wert und somit die Auskunft über die eigene Bonität abzufragen. Wie die Zeitschrift "Finanztest" herausgefunden
haben will, sind aber bei weitem nicht alle bei der Schufa gesammelten Daten richtig. Die meisten Fehler
wären bei den Angaben von Bankkonten, Kreditkarten, Verträge über Handys, aber auch bei laufenden Krediten zu
beobachten. Derart falsche Angaben beeinflussen den Scorewert, was wiederum Folgen für Kreditkonditionen haben
kann.
Denn wenn Sie bei der Bank ein Darlehen anfragen, wird vor dem Kreditangebot die Einstufung Ihrer Bonität
abgefragt. Dies erfolgt mittels dem sogenannten Scoring Wert. Auch Versandhäuser und Telekommunikationsanbieter
nutzen diesen Service. Dass nur korrekt gespeicherte Daten auch zu einer richtigen Einstufung führen können, liegt
klar auf der Hand.
Viel der gespeicherten Daten stammen in der Regel aus öffentlich zugänglichen Quellen wie beispielsweise
Amtsgericht (Handeslregister), Schuldnerverzeichnis, Insolvenztabellen, Mitteilungen der Presse und
Wirtschaftsdatenbanken, andere von Banken, Versandhäusern und anderen Quellen.
Längst nicht alle dieser Auskunftsdateien haben vollständige Daten wie die Schufaauskunft gespeichert. Neben den
persönlichen Daten wie Name, Geburtsdaten und Anschrift werden bei einigen dieser Auskunfteien hauptsächlich
nur Negativdaten abgespeichert. Dies sind zum Beispiel Mahnverfahren, Insolvenzen und Haftbefehle.
Richtige Einträge sind aber bei einer erneuten Kreditvergabe äußerst wichtig. Oft hat der Bankangestellte
direkten Online Schufa Zugang und kann Ihre gespeicherten Daten sofort einsehen. Fragen Sie ihn nach den
dort gespeicherten Daten und prüfen Sie an Ort und Stelle die Richtigkeit.
Laut "Finanztest" kam auch nur die Schufa uneingeschränkt der Anfrage der Verbaucher nach dem Scorewert nach, obwohl alle dieser Organisationen dazu verpflichtet sind.
Ein weiterer Minuspunkt ist die Überprüfung der Identität. Einige verlangten zum Antrag über die Auskunft eine
Kopie des Personalausweises, bevor sie die Daten verschickten, bei manchen Auskunftsanbietern wurde eine
Identitätsprüfung gar nicht vorgenommen.
Juni 2010 / Quelle Finanztest
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