Umkehrhypothek
Rente vom abbezahlten Häuschen
Wenn Senioren ein eigenes und vor allen Dingen eine abbezahlte Immobilie haben, lässt sich dadurch mittels einer
Umkehrhypothek die monatliche Rente aufbessern.
Diese Beleihung auf das eigene Haus, auch Immobilienrente genannt, kann den Lebensabend finanziell ganz schön
aufbessern.
In Deutschland funktioniert diese Umkehr-Hypothek derzeit so, dass für die Beleihung der eigenen vier Wände eine
monatliche steuerfreie Rente ausbezahlt wird. Auch ein Einmalbetrag ist denkbar. Die Höhe dieser Immobilien-Rente
richtet sich nach nach dem Lebensalter des Rentners, dem Immobilienwert und dem aktuellen Zinssatz. Eine verbriefte
Grundschuld dient als Sicherheit, wobei die Ruheständler weiterhin Eigentümer bleiben und in ihrer Immobilie wohnen
bleiben.
Anders als bei einem normalen Bankkredit baut sich die Schuldenlast Jahr für Jahr auf. Daher kommt auch der
Nahme Umkehrhypothek für diese Art von Darlehen. Die Rückzahlung wird dann erst nach dem Tod des Rentners oder nach
einem Umzug in ein Pflegeheim fällig. Dabei liegt es in der Entscheidung der Nachkömmlinge, ob sie die angehäuften
Schulden tilgen und das Häuschen behalten wollen, oder ob sie das Objekt lieber verkaufen möchten und vom Erlös den
angefallenen Kredit tilgen wollen. Nochmal eine andere Variante wäre der Verkauf des Objektes durch die Bank welche
die Umkehr-Hypothek gewährt hat. In diesem Fall wird der Überschuss an die Erben ausbezahlt.
Umkehrhypotheken kommen immer mehr in Mode, doch längst nicht alle Senioren fahren mit dieser Möglichkeit der
Rentenaufbesserung gut. Für einige Interessenten kommt dieses Konzept gleich gar nicht in Frage. Der Grund liegt
darin, dass die Banken nur werthaltige Immobilien in bester Wohnlage akzeptieren, um das finanzielle Risiko so
gering wie möglich zu halten. Wer also ein altes und unattraktives Haus irgendwo im ländlichen Gebiet sein eigenen
nennt, wird kaum eine Chance haben.
Sollte es aber klappen, bleibt dennoch viel Geld auf der Strecke und wird nicht als Rente ausbezahlt. Das fängt
an bei den Kosten für den Gutachter der den Wert des Hauses schätzt, die Kosten für den Notar, die Eintragung in
das Grundbuch, Provisionen, Zinsrisiken und ein oft großzügig gerechneter Puffer, sollte der
Kreditnehmer deutlich länger als erwartet in seiner eigenen Immobilie leben bleiben.
Eine gute Alternative wäre da, sich eventuell ein kleineres Häuschen oder gar eine barrierefreie
Eigentumswohnung zu kaufen, und von dem erzielten Überschuss seine Rente aufzubessern beziehungsweise auf die hohe
Kante zu legen.
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